Allgemein

♦Panamericana August 2019 – Oktober 2020♦ – ♦24.11.2019 – 23.12.2019 Feuerland-Magellanstraße → Chile – Mendoza♦

24.11.2019 Estancia Clemente – Königspinguine +

Magellanstraße

Wir verlassen früh am morgen den Behelfsparkplatz an der chilenischen Grenze. Der Tag wird lang, 320 km stehen uns bevor, zusätzlich möchte jeder die Königspinguine sehen, welche gleich in der Nähe sind und die einzige Kolonie auf diesem Kontinent, deshalb muss zusätzlich 30 km Schotterpiste gefahren werden. Ich bin begeistert, doch das ändert nichts.


Die Landschaft ist trist, sehen sehr viele Schafherden, für diese ist das Futter sicher ausreichend, Nandus und rosa Flamingos.

Der Wind ist wieder unser Begleiter. Zweimal kreuzen Guanacos unsere Fahrbahn, wir sind gewarnt und bremsen das Auto ab, einen Unfall, wie Anton und Gaby ihn mit diesen Tieren hatte, braucht kein Mensch. Bei Sonnenschein und mittlerweile etwas Windstille fahren wir wieder zurück über die Magellanstraße,


danach steuern wir Punta Arenas an. Auf dem Weg dahin sehen wir noch das Geisterdorf San Gregorio mit einer verlassenen Estancia und 2 Schiffswracks im Meer, irgendwie beeindruckend.


Wir erreichen Punta Arenas am Nachmittag, gehen noch kurz einkaufen, wir bleiben jetzt einige Tage auf chilenischem Boden und in den NP´s gibt es keine Einkaufsmöglichkeiten. Was für Volkmar die Staeks, sind für mich die Scampis, hmmmm…..

Nach langem Suchen finden wir endlich den freien Stellplatz in einem Wäldchen, am Camping Chabungo, haben einen tollen Blick auf das Wasser und genießen noch lange den Sonnenschein und die Helligkeit mit einigen der Mannschaft.


25.11.2019 Punta Arenas, SP Puerto Natales

Besichtigen heute Punta Arenas, eine schöne, saubere Stadt in Chile. Sie ist 50 % in kroatischer Hand, neben Deutschen und Engländern. Gegründet wurde sie, wie kann es anders sein von Spaniern, sie haben ihr Markenzeichen hinterlassen. Übrigens alle südamerikanischen Städte sind in einem Schachbrettmuster angelegt, man kann nichts falsch machen, merkt sich die Blocks und findet wieder zurück. Der Tag ist heute verregnet, Wolken behangen und kühl, glatte 9 Grad erwarten uns. Wir sind vollkommen durchgefroren und nehmen vor dem Museumsbesuch von Braun, der Schwiegersohn von Mentosa, welche die Region hier regiert und geschäftlich vereinnahmt haben, Abschied von der Gruppe. Das nächste Taxi ist unser und wir flüchten in unser warmes Haus.

  

Habe noch lange die Steppjacke an, um einigermaßen warm zu bleiben, Volkmar lacht mich aus, da treffen immer Welten zusammen, er kurzärmelig, ich im Pelz. Vor uns liegen noch 273 km durch unterschiedliche Gegenden. Erst führt uns die Routa 9 kilometerweit am Wasser entlang – wunderschön, dann wird es hügelig, Wald bewachsene Stellen, tote Südbuchen und Seenlandschaften, wie in Europa. Mitten darin sehen wir nur einige Wildgänse. Der „Ayers Rock“ auf chilenische Art ist noch einmal eine Abwechslung.

Dann erreichen wir Puerto Natales, ein kleines Fischerdorf, da es immer noch regnet, fahren wir geradewegs auf den freien Stellplatz, nahe am Hafen. Wärmen uns noch mit einem Jagertee auf, der tut gut. Nach dem Meeting bleibt jeder in seinem Häuschen, es ist absolut kein Wetter für außen.

Am Abend gibt es heute noch viel Tee, die Temperaturen lassen es zu. Volkmar wagt sich noch mal vor das WoMo um die schöne Abendstimmung festzuhalten! Danach wird am Blog gearbeitet.

26.11.2019 NP Torres del Paine

Am nächsten Morgen werden wir mit Sonnenschein geweckt. Die Fahrt ist phantastisch, mit Blick auf die Anden bei Sonne, aber 9 Grad. Die Straße in den NP Torres del Paine ist weniger begeisternd, unendliche Kilometer Schotterpiste, haben eine Schaukelfahrt gratis, aber unser WoMo leidet Höllenqualen.

Nach einiger Zeit wird das Wetter bewölkt, es tröpfelt sogar leicht, wir sind in Patagonien. Pünktlich beim Stopp für unsere Wanderung am Lake Grey, wo wir Eisberge auf dem Wasser sehen und bis zum Gletscher blicken können, haben wir wieder wunderbaren Sonnenschein. Das Andenmassiv des Torres del Paine können wir voll bewundern.

 

Danach fahren wir im NP zu unserem Campingplatz Camping Pehoe, der Weg führt uns am Rio Paine entlang, mit seiner azurblauen Farbe, wieder diese hässliche Schotterpiste.

Dafür entschädigt dieses wunderschöne Plätzchen, welches wir uns ausgesucht haben. Man könnte glatt hier stehen bleiben… Ich bin jetzt ganz still, alles andere sagen die Bilder.

Am Eingang des Campingplatzes treffen wir wieder unsere „Deutsch-Spanier“, das wird wohl noch oft vorkommen, dass man einen Grund zum Winken hat. Es ist sonnig, wir stehen 2 Tage am Platz, also wird der restliche Nachmittag von einigen Frauen für einen Kessel Buntes genutzt, ich bin dabei. Bei unserem Grillabend sitzen dieses mal schon 4 weitere Paare mit am Tisch, Volkmars Grill ist ein Magnet, aber es ist schön, sitzen noch lang gemeinsam beisammen und genießen die Natur.

27.11.2019 NP Torres del Paine, Wanderung Mirador Condor,

Mischa’s 70’ger

 

10:00 Treff für eine gemeinsame Wanderung zum Mirador Condor, es ist ´mal Ruhetag für das Fahrzeug und Volkmar kann etwas länger schlafen. Wir sind Sonnenkinder, beim Spaziergang – das volle Programm der Bergwelt.

               

Außerdem können wir in der Luft 2 Condore oben am Berg bestaunen. Jeder gibt sein Bestes mit dem Fotoapparat.


Der Rückweg führt uns am Lake Pehoe vorbei, mit einem Einkehrschwung in der Hosteria Alto Pehoe.


Die Gruppe trennt sich danach, einige gehen einen etwas schwierigen Weg am See entlang zurück. Volkmar ist natürlich dabei. Alle anderen wählen den Weg auf der Straße.

Am Nachmittag wird gemütlich gefaulenzt.

Heute Abend legt Michael etwas Fleisch für die gesamte Gruppe auf den Grill, er wird 70. Jeder bringt Zutaten und Getränke mit. Der Abendausklang sollte nicht langweilig werden, ich korrigiere mich, er war Spitze. Wir sind – so sollte es bleiben, eine tolle Truppe, Pläne für kommende „Feschtle“ wurden schon geschmiedet. Bis morsche…..

 


28.11.2019 NP Torres del Paine

Wanderung Grande Salto-Lago Nordenskjöld

09:30 Abfahrt, 10:00 trifft sich die Gruppe auf dem 7 km entfernten Parkplatz Saldo Grande, einem Wasserfall zur Wanderung entlang des Lago Nordenskjöld immer noch im NP , die Sonne ist uns hold, können den See und das Bergpanorama genießen. Bewegung tut allen gut.

 

Mittags auf der Weiterfahrt zur Laguna Amarga wird es wolkig. Am Stellplatz angekommen, genieße ich noch eine 1 ½ stündige Runde um die Lagune, komme aber mit nassen Strümpfen zurück, habe wohl die Sache mit den Schuhen etwas unterschätzt, zudem habe ich einen zu warmen Anorak an.

Nun ja, die Vollwaschung lohnt sich. Volkmar repariert derweil den Behälter der Scheibenwaschanlage, der Schlauch war lose, sicher Dank der Schotterpiste. Am Abend kommt sogar noch etwas Regen und Wind auf, macht nix, die Individualtouristen können den Abend auch mal allein verbringen. Beim Meeting bekommen wir noch einen „Schönen Tag Drink“, denn den Torres del Paine hatten wir den ganzen Tag wieder im Blick!

29.11.2019 Estancia Librun

Wir verlassen den NP Torres del Paine und auch Chile. Sind wieder in Argentinien, der ständige Wechsel wird uns noch wochenlang begleiten. Der Himmel ist genau so trüb, wie das Land durch welches wir heute fahren, nur Einöde. Sind 15:00 bei der Estancia Librun angemeldet, werden in das Leben auf diesen Einrichtungen eingewiesen, sehen wie die Schafe gewaschen, die Hunde die Herden zusammen treiben und können bei einer Schafschur zu sehen. Es ist ein harter Job. Für uns ist es schon mühsam, dem harten Wind entgegen zu treten, aber das ein ganzes Leben lang – unvorstellbar. Der Großvater des heutigen Enkels ist 1898 aus Eisenach nach Patagonien ausgewandert, hat 1903 Sophia Schmidt, ebenfalls aus Deutschland kennen und lieben gelernt und ist mit ihr ein Leben lang auf dieser Estancia geblieben.

Am Abend dann für die Gruppe ein gemeinsames Lamm Essen. Die toten Lämmer werden auf Vorrichtungen aufgespießt und am offenen Feuer gebraten, es schmeckt hervorragend, ist halt ganz frisch.

 

Wir bleiben heute Nacht hier auf offenem Gelände stehen, der Wind, der Wind, das himmlische Kind. Dafür ist es aber ganz lange hell – der Sonnenaufgang dann sehr schnell.

30.11.2019 El Calafate

Wir kehren in die Zivilisation zurück. Der Weg führt uns in das 188 km entfernte El Calafate am Lago Argentino. Mitten in der Prärie eine wundervolle Stadt.

Fahren 08:00 Uhr los, bei 8 Grad geht es durch weites hügeliges Land, sogar auf 800 Höhenmeter. Sehen 2 Condore und einige Nandus auf dem Weg. In El Calafate haben wir einen sehr schönen Blick auf den farbenprächtigen See Lago Argentino, wir genießen ihn bei Sonne. Können noch Nachschub für Leib und Seele „tanken“ und haben seit Tagen wieder Internet. Am Eingang der Stadt wird noch schnell Winke, Winke gemacht, die Deutsch-Spanier kreuzen, wie so oft unseren Weg. Die Stadt El Calafate zum Eingang des NP Parque National Los Glaciares ist wirklich sehens- und liebenswert. Viele nette Häuser, Lokale und Boutiquen, der Stadtbummel hat sich 100 % gelohnt, haben noch nie so eine niedliche Stadt gesehen.

 

Fahren weiter zum Übernachtungsplatz am Bootshafen nach Punta Bandera, dort beginnt morgen die Katamaranrundfahrt zu den Gletschern, finden sogar noch etwas Tannengrün für den 1. Advent, etwas Schmuck muss sein und natürlich trinken auch wir einen Glühwein mit Euch „Daheim Gebliebenen“, aber erst morgen.

01.12.2019 Katamaran Gletscherfahrt, 1. Advent

06:30 klingelt der Wecker, 08:00 Treffen am Bootshafen, aber wir sind geplättet, der erste Bus trifft schon 07:30 Uhr am Parkplatz ein, nicht zu toppen, die Nachfrage ist begehrt. Der Himmel meint es leider nicht so gut mit uns, es ist etwas bewölkt. Auf der Fahrt über den Lago Argentino sehen wir den Upsala Gletscher nur in etwas Entfernung,

den Spegazzini Gletscher ganz aus der Nähe,

Bilder Spegazzini

welche die Größten sind, bis zu 120 m hoch an der Endmoräne.

Video Schiffsfahrt

Die Schiffsfahrt entpuppt sich als sehr in die Länge gezogen, dann noch eine 1,5 stündige Mittagspause in einem neu gebautem Restaurant am See, wir sind auf Sturm und als Gipfel, keine Ansteuerung auf den spektakulärsten und bekanntesten Gletscher Moreno. Wir und alle aus der Gruppe sind enttäuscht und etwas wütend. Einige Passagiere an Bord sind so begeistert, dass sie eine Siesta halten, Schlafabteile entstehen und wir bedauern die Zeit. 15.30 endlich wieder am Hafen, fahren wir noch mit dem WoMo zum Moreno Gletscher, er ist nicht weit entfernt. Hier hätten wir den Tag besser und in aller Ruhe verbringen können. Danach ist man schlauer. Aber gut, die Perspektive vom Wasser hatte auch etwas.

Bilder Video Moreno

Haben noch Stress, wieder am Campingplatz La Marka in El Calafate pünktlich einzutreffen, hier findet 20:00 Uhr unser Glühweinabend zum 1. Advent in der Gruppe statt. Ursula, unser Wunderkind zaubert 2 Christstollen aus ihrer komplett ausgestatteten Bordküche für uns – etwas Heimat, obwohl wirklich niemandem, bei diesen vielen Eindrücken nach Advent ist.

Bilder Stollen, Glühwein

Eine absolut neue Erfahrung – hätten wir uns nie vorstellen können, die stade Zeit nicht zu Hause zu verbringen. Wir haben etwas Weihnachtsdeko mit, absolut kindisch in dieser Gegend. Aber der Abend war trotzdem Spitze.

02.12.2019

El Calafate

Heute ist Ruhetag, Volkmar darf aufstehen, wann er will, irgendwann muss der Schlaf der kurzen Nächte nach geholt werden. Ich nutze die Zeit ganz spektakulär erst für den Innenputz und besuche danach die niedliche Stadt, er wie immer vor dem PC, um die Tage mit dem fehlendem Internet aufzuarbeiten. Es ist richtig schönes Frühlingswetter. Hier im Ort gibt es einen deutschen Bäcker, ich decke mich reichlich mit Brot ein, dass bekommen wir nicht gleich wieder, denn wir werden noch lange auf dem Kontinent bleiben. Heute gibt es nichts Aufwendiges zu berichten, morgen geht es weiter.

 

6 Gedanken zu „♦Panamericana August 2019 – Oktober 2020♦ – ♦24.11.2019 – 23.12.2019 Feuerland-Magellanstraße → Chile – Mendoza♦

  1. Wie immer sehr schöne Bilder von euch. Man sieht auch das es euch sehr gut geht. Weiterhin so schöne Eindrücke. Liebe Grüße von uns 🙋‍♀️🙋🏻‍♂️🎅🎅. Bis bald.😘🤩

  2. Hallo Volkmar und Petra!Ich bin wieder in Eure schönen Bilder und Videos abgetaucht. Einmalig!
    Auf einem Bild, könnte man denken Petra hat den größten Hunger. Es waren aber auch leckere Sachen dabei.Die Pinguine in der Dreiergruppe putzig. Ich wünsche Euch weiterhin gute Fahrt und Gesundheit.
    LG Sigrid

  3. Hallo Petra und Volkmar
    Gruesse aus der Pfalz nach Südamerika schicken euch die Schifferstadter.
    Habe die schönen Bilder und Berichte gelesen.
    Sieht alles toll aus.
    Habe am 30.11.die Skisaison eröffnet und am 01.12. mit einem Kreuzbandriss Miniskusschaden und kaputem Knorpel für dieses Jahr beendet.
    Werde nächste Woche operiert.
    Habe Siggi von Euch berichtet und ihr Euren Blog gegeben, da sie über Olli ins Internet kann.
    Nochmals alles Gute für Euch und weiterhin viel Spass.
    Gruss Bernd und die ganze „Sippe“.

    1. Hallo Babs, Hallo Bernd
      Leider sind wir momentan in einem recht schlecht versorgtem Gebiet was das Internet betrifft unterwegs, haben schon zum 2. x tagelang keinen Kontakt zur Ausenwelt, umso schöner ist all das was wir erleben und sehen dürfen! Wir hoffen den Blog irgend wann mal wieder aktuell zu stellen und freuen uns immer wieder über die Resonanz! Bis dahin, und Bernd dir noch mal alles Gute, schnelle Genesung, sehe es alles Positiv, so hast du nun mehr Zeit für deine Enkekinder, sie werden die Zeit mit dem Opa genießen! Liebe Grüße, Petra & Volkmar

  4. Königspinguine in toller Gegend beobachten , Steaks und Scampi essen, sich mit Jagertee wärmen und mit der Truppe beeindruckende Erlebnisse teilen , gesund sein – grandios . Wen stört es da schon,liebe Petra,wenn deine Haare sehr kurz sind ? Die wachsen schnell wieder.Hauptsache ihr könnt weiterhin alles ohne Sch… genießen.Bleibt neugierig und fit ! Wir denken an euch !!!Liebe Grüße von Hanni&Karlheinz

    1. Wir freuen uns, von Euch zu hören, ihr seit ja fleißig auf unserem Blog. Super. Wir kommen echt nicht zur Ruhe, fast jeden Tag neue Eindrücke und Erlebnisse. Zwei NP´s haben wir ja nun schon abgearbeitet, vieles Schöne steht uns noch bevor. Haben an eure vielen Reisen, die ihr über das ganze Jahr verteilt, gedacht, diese Reise ist bestimmt auch etwas für Euch, ihr seit ja, wie wir das einschätzen, auch gruppentauglich, jeder hilft Jedem, die Gruppe passt. Haben nun schon den 1. Advent mit Glühwein und selbstgebackenen Christstollen hinter uns. Es war ein schöner Gruppenabend, immer wieder neue Ideen, für gemeinsame Treffs. Überlegt es Euch, schaut ´mal bei SeaBridge ´rein……. Wir wünschen eine schöne stade Zeit, bis bald, freuen uns, ebenfalls ganz liebe Grüße , Volkmar und Petra

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