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♦Fortsetzung Panamericana 31.05.2021 – 23.06.2021♦

31.05.2021 Grand Teton N.P., Buffalo Valley River

Der Snake River lässt uns nicht los, sind auf unserer geliebten und bekannten Straße 89 unterwegs, wo viel Sehenswertes zu sichten war, nun auch heute, der Weg führt uns durch den kleinen Grand Canyon, wo der Fluss im Bridger Teton Forest wieder sein Werk vollbracht hat.

Es ist Feiertag und an den vielen Stellmöglichkeiten am Wasser herrscht buntes Treiben. In Jackson, einer Touristenstadt mit vielen Western-Holzbauten ist es nicht minder ruhig, sie ist nett anzuschauen. Am Nat. Wildlife Refuge vorbei, gelangen wir zu unserem heutigen Ziel, dem Grand Teton NP.

Unternehmen eine 9 km lange Wanderung zum Bradley – und Taggart Lake, mit Blick auf den South-, Middle-, Grand Teton und Mount Owen, schneebedeckte Gipfel, welche dem Park ihren Namen geben.

Begegnen vielen freundlich grüßenden Amis, es ist wirklich ein offenes Land. Danach geht es die Teton Park Road hinaus über den Jackson Lake Dam, welcher den Snake River speist.

Übernachten unweit des Parkes am Buffalo River, haben einen schönen Blick auf das Buffalo Valley und den Grand Teton N.P. dazu sitzen wir alle wieder am Lagerfeuer.

Der Park sieht uns morgen wieder, es gibt noch den Jenny – und den Jackson Lake zu erwandern.

01.06.2021 Grand Treton N.P. Jenny Lake, Buffalo Valley River

Fahren zurück in den NP an den Jenny Lake, diesen gibt es heute zu umrunden. Das Gebiet ist zwar von Bären bevölkert, sehen aber keinen einzigen, dafür bekommen wir eine Herde Bisons und einen Elch vor die Linse, wir freuen uns riesig, den ersten freilaufenden Elch und der Jackson Lake begrüßt uns am Morgen ebenfalls mit seinem gigantischen Bergspiegelbild.

Nach den Fotostopps beginnt dann endlich das eigentliche Tagesziel. Wir sind auf 2000m, das Wasser des Jenny Lake glasklar, die Umwelt ist hier noch in Ordnung.

Am Hidden Fall und dem Inspirations Point findet die Wanderung um den See ihren Höhepunkt,

denken wir, beim Abstieg begegnen wir noch zwei Moose und sind wirklich auf du und du, Volkmar musste zur Seite treten, sonst wäre ein Körperkontakt nicht ausgeblieben, gigantisch.

Haben heute 16 km auf dem Tacho und sind zufrieden. Stehen noch einmal im Buffalo Valley auf dem gleichen Platz von gestern.

Der Yellostone N.P., wir sehen ihn aus der Ferne, muss noch einen Tag länger auf uns warten, denn der Jackson Lake im Grand Treton Park muss auch noch erkundet werden, die Zeit drängt uns nicht.

02.06.2021 Grand Teton NP, Jackson Lake, Flagg Ransch Information Station

War gestern noch Völkerwanderung um den Jenny Lake, sind wir heute noch dazu in der Bärengegend, Silke und Uli sind gestern einem begegnet, auf einsamen Waldwegen am Jackson Lake mit einem ungutem Gefühl unterwegs.

Dabei sehen wir den See nur sporatisch, eine Tierwelt gar nicht,

selbst auf dem Swane Lake sind keine Schwäne, nur Seerosen.

Dazu sind wir 17 km gewandert, aber es kommen sicher wieder perfektere Tage.

Fahren nun aus dem Grand Teton in nördlicher Richtung am Jackson Lake aus dem Park,

anschließend die John D. Rockefeller JR. Memorial Parkway und wie kann es anders sein, der Snake River begleitet uns noch ein Stück, dabei sehen wir im Bridger-Teton Nat. Forest viele alte Wunden der vergangenen Wandbrände, traurig.

Auf dem Parkplatz der Flagg Ranch Information Station kommen wir zum stehen, da ein Free Camping am Snake River noch gesperrt ist, wir können damit leben und stehen unmittelbar vor dem Südeingang des Yellowstone NP.

03.06.2021 Yellowstone N.P. Südosten

Yellowstone – Welcome to Paradise, so steht es in den Büchern, los geht es, wir kommen. Die Parkstaße führt durch Wälder, entlang am Lewis River und dem Yellowstone Lake, ein riesiger See. Am Yellostone Lake bei der Sedge Bay sehen wir das erste Bison, an der Indian Mary Bay sind bei einer kleinen Wanderung zum Storm Point, einem kleinem Felsgebilde nur Wildgänse fotogen.

Wir sind auf 2400 m, planen mindestens 4 Tage in diesem riesigen Park, das Pulverfass der Erde, wo irgendwann die Vulkane explodieren.

Am Sulphur Caldron und der Mud Volcane Area entlang des Yellostone River sehen wir die ersten Anzeichen, dampfende Quellen und Geysire, die Erdoberfläche brodelt.

Am West Thumb Ceysier Basin das gleiche Bild.

Die Caskaden im Park haben wir verpasst, dafür kommt uns noch ein Elch und ein Moose vor die Kamera.

Am Ende des wirklich sehr ausgefüllten ersten Tages erleben wir noch den Lewis Fall, des Lewis Lake

und stehen die zweite Nacht am Südeingang des Parks, da wir nicht im Park stehen bleiben dürfen, es war zur Abwechslung eine langer Fahrtag, morgen geht es in den Westteil des Parks.

04.06.2021 Yellowstone NP, West Yellowstone City, Montana

Fahren noch einmal die Parkstraße, welche auch wieder unsere geliebte 89 ist, durch den Park in nördlicher Richtung, vorbei am Lewis Lake und Lewis Canyon und dem Hinweis Continental Divide 8391 Feet,

hier stößt im Park die nördliche amerikanische Continentalplatte an verschiedenen Stellen an die südliche.

An der Kepler Cascade beginnt eine 9 km lange Wanderung im Wald und entlang des Firehole Rivers, diese bringt uns an den Lone Star Geyser, es ist der Anfang eines riesigen Vulkangebietes unter der Erde, welches wir die Tage erkunden. Wir haben Glück und können einen kleinen Ausbruch beobachten,

auf dem Rückweg noch einen Abstecher zu einem Mini Hotspot.

Danach geht es in der Welt der Geysire und der brodelnden Unterwelt, es gibt übrigens über 300 davon, zu einem Giganten, er ist eine Attraktion – der Old Faithful Geyser, er bricht aller 1 ½ h mit einer großen Eruption aus, wir können es beobachten.

Danach spazieren wir über ein riesiges Vulkangelände, das Upper Geyser Basin, der Firehole River fließt durch das gesamte Gebiet.

Als Abschluss des Tages erleben wir noch das Black Sand und das Biscuit Basin,

seht die Bilder, mit Worten nicht zu beschreiben.

Morgen geht der Trip durch das Vulkangebiet weiter, sind heute nicht fertig geworden. Geduld haben müssen wir bei der Ausfahrt aus dem Park, treffen auf drei Bisonherden, der Verkehr steht still, sie sind mitten auf der Straße unterwegs, sind nicht böse, nun haben wir wirklich viele dieser Tiere erlebt.

Der Firehole – und der Madison River begleiten uns zu unserem heutigen Stellplatz aus dem Westausgang des Parkes, fahren noch durch das Westernstädtchen West Yellowstone, schön anzusehen, aber es ist schon spät, für einen Rundgang bleibt keine Zeit, haben immerhin wieder 19 km Wandern in den Füßen und eine lange Fahrt.

Am Abend ein kleines Gewitter, wir hatten die letzten Tage nur Sonnenschein, aber danach wird es wieder schön.

05.06.2021 Yellostone NP, Gardiner am Yellostone River im Custer Gallatin Nat. Forest

Heute morgen geht es zu Tag 3 im Park, am Madison River stehen Angler im Fluss, wir hoffen auf einen guten Fang, aber alle Flüsse hier sind Fischreich.

Es ist sehr windig. Besichtigen das Midway Geyser- und das Lower Geyser Basin.

Am Fountain Flat Drive versprechen wir uns weitere Attraktionen, doch es ist nur ein Parkplatz für Wanderer, man kann nicht genug bekommen und meint, etwas zu verpassen, naja.

Weiter geht es, dieses ´mal am Gibbon River entlang zum Gibbon Fall und gleich danach noch zum Beryl Spring.

Das Norris Geyser Basin ist wieder ein größeres Areal, aber nicht wirklich attraktives Gebiet, für uns ein „Wanderpark“.

Allerdings hier gibt es auch den weltweit höchsten Geyser, der Steamboat kann bei einer großen Eruption eine bis zu 91m hohe Wasserfontäne erzeugen. Leider ist uns dieses Schauspiel nicht vergönnt.

Von der Virginia Cascade, es führt uns ein kleiner Rundweg dahin, ist ebenfalls nicht viel zu sehen.

Am Nymph Lake und den Twin Lakes vorbei kommt uns noch der rauchende Berg vor die Linse,

nun, das soll es für heute gewesen sein, der Tag war wieder lang (16 km Wandern) und der Schwefelgeruch in der Nase verfolgt uns noch einige Zeit.

Es geht am Gardner River entlang und durch einen sehr schönen kleinen Canyon hinab auf 1600 m, haben hier gleich 35° am späten Nachmittag, auf 2000 m waren es 20°.

Fahren zum Nordausgang des Parkes.

Das Städtchen Gardiner ist wieder nett anzuschauen, kurz danach am Yellostone River ist unser Platz für die Nacht.

Der Wind am Tag ist sehr heftig geworden, die Nacht warm, wir sitzen alle noch einmal im Freien, es ist unser letzter Abend zu viert.

Der geplante Grillabend am Sonntag fällt aus, da sich unsere Wege morgen schon trennen.

Silke und Uli fahren in nördliche Richtung, wir gen Westen, Richtung San Fransisco, es war eine schöne Zeit mit den Beiden, schließlich haben wir 2 Wochen die Gegend gemeinsam unsicher gemacht, der Kontakt bleibt, die Welt ist in Ordnung.

06.06.20201 Yellowstone NP, Henrys Lake Idaho

Wir kommen für uns zur letzten Attraktion des Parkes, die Mammoth Hot Springs Terraces, sehen vorher im Ort – Mammoth noch eine kleine Bisonherde, unglaublich, sie sind überall und treffen ein letztes Mal Uli und Silke.

Die Hot Springs Terraces sind eine weitere Sensation im Park und den Rundgang von 6 km wert. Es gibt die Upper-, Lower- und Main Terraces.

Sie wurden 1871 entdeckt, aber man nimmt an, dass den Indianern diese weit eher bekannt waren. Das Erscheinungsbild der Terrassen ändert sich, bedingt durch Ablagerungen und durch die Fließrichtung des Wassers von Jahr zu Jahr, dementsprechend auch die Farben.

Den Yellowstone Grand Canyon dürfen wir leider nicht besuchen, da diese Parkstraße gesperrt ist, es wären noch einmal 2 Tage wert gewesen.

So fahren wir viele Punkte noch einmal ab, ehe wir uns mit dem Riverside Drive am Madison River vom Supervulkan Yellowstone, Wyoming und Montana in westlicher Richtung, wieder durch West Yellowston City, verabschieden.

Es waren 4 wunderbare Tage, wir hatten den Park schon lange im Visier, nun haben wir es geschafft.

Ab Nachmittag stehen wir am Henrys Lake und werden den Grillabend allein stattfinden lassen. Mittlerweile ist wieder Sturm, doch das soll uns nicht abhalten.

Ich schreibe am Blog die Tage nach, Volkmar führt kleine Reparaturen durch, bis morgen.

07.06.2021 Mesa Falls und Stellplatz Magic am Magic Wasserreservoir

Sagen dem Henry´s Lake Goodbye, im gleichnamigen State Park sehen wir noch viele Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung, doch die Fahrt geht für uns weiter, durch den Caribou Targhee Nat. Forest.

Über den Mesa Falls Scenic Bway erreichen wir die Upper und Lower Mesa Falls, hier bietet der Snake River, der uns fast den ganzen Tag begleiten wird, wieder ein kleines Schauspiel, es wird die einzige Attraktion des Tages bleiben, die Höhepunkte werden etwas seltener, die nächsten NP sind in weiter Ferne.

Müssen einen ziemlich langen bekannten Streckenabschnitt zurück fahren, da es für uns nicht viel Spielraum gibt um in den Westen der USA, wo San Fransisco das Ziel ist, zu gelangen.

So überqueren wir noch einmal den Buffalo River an dem wir 2 Tage im Buffalo Valley standen, sehen in der Ferne schneebedeckte Berge, weiter über Idaho Fall City, wo wir die Brauerei besucht haben und kommen noch einmal am Gebiet des Craters of the Moon mit den Lavafeldern vorbei, ehe wir am Magic Wasserreservoir ein neues Terrain betreten.

Der Ort Magic ist 23 km über Erdweg zu erreichen, also mitten in der Pampa, eigentlich ein No Go für mich und deutsche Verhältnisse, dafür bietet aber das Reservoir für uns ein schönes Plätzchen für die Nacht.

Haben heute 441 km absolviert, wollen so schnell wie möglich an die Pazifikküste. Volkmar sucht gerade Holz für eine Feuerstelle vor dem Mobi, bis jetzt ist es windstill, könnte funktionieren, richtige Vagabunden halt.

08.06.2021 Twin Fall, Wells/Nevada

Besuchen in Twin Fall City den Twin Fall des Snake River, haben ihn beim ersten Besuch der Stadt vor einer Woche außer Acht gelassen. Gott sei Dank haben wir uns dafür noch Zeit genommen, obwohl wir so schnell wie möglich nach Westen wollten.

Verlassen danach Idaho und sind nun in Nevada, im Land der Casinos, die Fahrt führt durch einsame, verlassene Gegenden nur Buschland und Wüste.

Mitten darin streikt unser alter Junge, verliert Leistung und macht unbekannte Geräusche, ähnlich, als wenn ständig ein Lüfter in Betrieb ist.

Schaffen es noch, bei vorsichtiger Fahrt bis in die nächste Stadt nach Wells, viele gibt es in der Wüste nicht.

Nach Erkundung der Lage ist das Hinterachsdifferenzial defekt, d.h. Bestellung der Ersatzteile in Deutschland und viele Tage warten in einer unwirklichen und heftig stürmischen Gegend direkt bei Rick vor der Werkstatt.

An der Stadt führen die Gleise der Union Pacific vorbei, nützt uns leider nichts, ein internationaler Flughafen mit Zollabfertigung für unsere Ersatzteile wäre uns lieber, ebenso wenig findet man im Ort eine Autovermietung oder Taxistation. 50 Meilen entfernt gibt es eine Autovermietung, aber von hier da hin zu kommen ist die Aufgabe.

Den Mietwagen brauchen wir um am Flughafen unser Paket aus dem Zoll holen zu können, Probleme, die wir lösen müssen, sind froh, wenigstens hier angekommen zu sein, aber leider wieder mitten in der Pampa.

Nach der sehr schönen Woche in den beiden NP´s, sehen wir jetzt schlechteren Tagen entgegen. Wir müssen warten….

09.06.-13.06.2021 Weels, Nevada

Es ist wieder wärmer geworden, ca. 30 °, hatten tagsüber auch ´mal 11 °, aber der stetige Wind bleibt, er und der Staub gehen auf das Gemüt, hier in der Wüste.

Gehen in die Wäscherei, waschen den alten Jungen von außen, innen wird er täglich geputzt, die Zeit muss genutzt werden, aktualisieren den Blog und entdecken den Ort, er ist sehr übersichtlich, aber immerhin bietet er eine gewisse Infrastruktur.

2 Lebensmittelgeschäfte, Restaurants, Medical Center, Bibliothek, City Hall, City Park mit einigen Sportmöglichkeiten, 2 Schulen, Kindergarten, einen Historical Park mit alten Gerätschaften, ein Post Office, Polizeistation und eine Bank, Tankstellen, RV Parks und einem Swimming Pool (Indoor), aber erst sind die Reparaturen wichtiger.

Setzen das Rollo vom Fenster wieder in Gang, die Fliegentür Klappe die 4. und 5. entpuppt sich als große Aufgabe, der Faden reißt immer wieder, wollen es noch einmal probieren, Fliegentür Klappe die 6. hat funktioniert.

Das Dachfenster im Schlafzimmer ist als nächstes dran, hatte es dieses doch vom Sturm verweht und in Einzelteile zerlegt, wollen es mit dem vorderen Fenster über dem Hubbett tauschen, frische Luft muss ´rein.

Am Wochenende fand im City Park ein Baseball Wettbewerb statt, aber die gewichtigen Gestalten der Dorfmannschaften boten nicht wirklich ein schönes Bild, bleiben nicht lange, immerhin gönnen wir uns am Sonntag, wieder bei heftigem Wind einen Grillabend.

Silke und Uli bieten Hilfe an, uns zu einer Mietwagenstation zu fahren, sind fast in der Nähe, aber Rick der Chef will uns nach Elko fahren, wo sich eine solche befindet, er gibt uns Wasser für unsere Versorgung, ist hilfsbereit.

Der heftige Wind zerlegt zum Übel von Volkmar auch noch unseren Grilltisch, langsam reicht es, schlimmer geht es nicht, was kommt als nächstes?

In diesem Ort willst du nicht begraben sein, geschweige denn leben, wir blicken neidisch auf die vielen Fahrzeuge, die auf dem Highway 80 weiter fahren, wir müssen weiter warten und wollen doch so schnell wie möglich fort von hier.

14.06.-20.06.2021 Wells, Angel Lake, Ruby Mtn. Scenic Area, Nevada

Volkmar erledigte noch einige Kleinreparaturen und am Freitag holten wir unseren Leihwagen von Elko (70 km entfernt), Rick hat uns freundlicherweise einen Fahrer arrangiert.

Vom Stellplatz aus konnten wir die ganze Zeit auf leicht schneebedeckte Berge der Ruby Mountains im Humboldt Toiyabe Nat. Forest schauen, so hatten wir am Wochenende Zeit die Gegend etwas zu erkunden, viel gibt es hier nicht zu inspizieren.

Aber der Angel Lake war eine kleine Abwechslung

und am Sonntag dann ein Trip vorbei an Farmland mit einsamen Ranchen zur Ruby Mtn. Scenic Area, wo wir eine kleine Wanderung im Gebiet unternommen haben.

Dieses Tal entstand durch mehrere Gletscher, es war ein etwas abwechslungsreicheres Wochenende, als das zuvor.

Wären gern in den Great Basin NP gefahren, der wirklich echtes Interesse geweckt hätte, aber 600 km für einen Tag ist etwas zu viel. Dafür am Sonntag wieder Grillabend, ein schöner Wochenendausklang.

Am Montag fahren wir nach Salt Lake City und versuchen unser Glück mit den Ersatzteilen, sie aus dem Zoll zu holen, bis später ihr Lieben.

21.06. – 22.06. 2021 Salt Lake City, Reparatur der Achse Wells

Am Freitag Nacht sind unsere Ersatzteile aus D endlich in Salt Lake City angekommen, also geht es am Montag ganz früh mit dem Leihwagen in die 300 km entfernte Stadt, fahren an riesigen Salzfeldern entlang und noch einmal am Great Salt Lake, Erinnerungen werden geweckt, dazwischen gibt es ganz viel „Nichts“, aber wir sind noch einmal kurz in Utah.

Bekommen unsere Ersatzteile ziemlich problemlos, beim Zoll ging es auch ganz fix, trotz vorheriger Bedenken.

Kurz vor Wells auf der Heimfahrt sehen wir lange vorher die schneebedeckten Berge des Humbold Toiyabe Nat. Forest, sind wieder in Nevada, so schnell geht es. Der erste Teil (Ersatzteile) ist geschafft nun müssen die „Jungs“ ihre Aufgabe meistern,

gleich 08:00 Uhr am nächsten Tag geht’s los. Sie arbeiten das erste Mal an einer deutschen Achse, viel, viel komplizierter als mit den Amerikanischen, da wäre es bedeutend schneller vorwärts gegangen.

Wir sitzen wie auf Kohlen, sind zu nichts fähig, die Gedanken kreisen, Volkmar hat Magenschmerzen als er das Schauspiel sieht, wie die Achse auseinander gebaut wird, er glaubt an kein gutes Ende, wir rollen hier nie vom Hof, aber die „Jungs“ leisten gute Arbeit.

17:00 Uhr geht es auf Probefahrt, 18:00 Uhr ist Feierabend. Uns fällt eine große Last von den Schultern, heute Abend brauchen wir beide einen doppelten Schnaps….

23.06.2021 Austin/Nevada, 10 Stockes Castle

Heute nehmen wir Abschied von Rick und unserem 2 wöchigen windigen und staubigen Exil auf dem Gelände der Werkstatt, gefangen mit unserem Mobi.

Nach Reifendruckprüfung und letzter Wasseraufnahme geht es nun auch für uns auf dem Highway 80 in Richtung Freiheit und neue Gegenden erkunden.

In Elko übergeben wir den Mietwagen und erhalten im Walmart die 2. Injektion Marke Moderna.

Auf der Weiterfahrt zu unserem neuen Stellplatz ändert sich nichts an der Gegend, Wüste und Einsamkeit, fahren durch das Buffalo Valley, ein anderes wie am Grand Teton NP und stehen hier wieder am Rande des Humboldt Nat. Forests , welcher sich weitläufig durch Nevada ausbreitet, auf einem Berg mit der Ruine Stockes Castle, der Bauherr hat es 1897 für seine Söhne als Sommerhaus gebaut, sie haben es nur 2 Monate genutzt, schade, aber können das gesamte Tal erblicken.

Wunderschön, eine willkommene Abwechslung, sind 360 km gerollt, aber wir bleiben angespannt, die Gedanken kreisen, wird unser Mobi den Rest der Reise krisenfrei überleben? Wir haben bei Gott schon viele Reparaturen hinter uns.

Zum Abscluss des Tages noch aktuelle Nachrichten:

Die Kanadische Grenze bleibt bis mindestens 21.07. noch geschlossen, können also nicht in dieses Land einreisen und müssen nun nach 1 Jahr Aufenthalt in den USA am 05.08.2021 das Land mit dem Womo verlassen, der Traum von der Fortführung der Panamericana Teil II ist endgültig geplatzt, leider.

Volkmar ist vollkommen fertig, vielleicht wird es dazu weitere Überlegungen geben, aber nicht zu diesem Zeitpunkt. Am 02.08.2021 müssen wir das Mobi in Baltimore am Hafen abstellen und fliegen heim. Aber bis dahin gibt es hoffentlich noch einiges zu berichten, das Land ist groß genug.

Somit endet hier auch der Blog <Panamericana>

Aber keine Angst, wir werden euch auf dem restlichen Trip gen Norden und dann von West nach Ost schon wieder mit neuen Blogbeiträgen unterhalten.

7 Gedanken zu „♦Fortsetzung Panamericana 31.05.2021 – 23.06.2021♦

  1. Hallihallo Petra und Volkmar,
    immer mussten wir an euch denken, haben uns Gedanken gemacht, wie es euch wohl geht und wo ihr zur Zeit seid. Ich habe mal euren Blog aufgerufen, überrascht was ich da lesen konnte, dass ihr wieder in USA auf Tour seid. Ganz toll, haben gleich alles gesehen und gelesen, Freud und Leid nebeneinander, aber ihr habt es geschaft mit der Womo-Reparatur. Hautsache ist, dass ihr vollständig mit Moderna geimft seid, wir sind es auch und auch gesund. Pech, dass ihr nicht nach Kanada und Alaska kommen konntet, man kann nicht alles haben. Wir sind noch gespannt auf den letzten Beitrag in eurem Blog. Wird euer Womo von Baltimore nach Hamburg verschifft ? wenn HH wäre es möglich, dass wir uns im Ham. Hafen treffen könnten.
    Überlegt es euch, (rita.wolfgang@web.de) bleibt gesund und genießt die Resttage eurer Tour, liebe Grüße die Nordlichter Rita und Wolfgang.

    1. Hallo Rita ud Wolfgang,
      schön von euch zu hören.
      Ja, wir hattten leider ein zweites mal Pech mit Alaska ud Kanada, die Grenzen öffnen sich erst ab September, dann ist es zu spät für die Jahreszeit und unser Mobi, es darf nur ein Jahr in den USA bleiben, am 5.8. 2021 muss es außer Landes.
      Wir sind über die Dom. Republik – 2 Wochen Quarantäne – Mitte Mai wieder in die USA eingereist, war möglich, hatten aber die Zeitspanne bis Ende Oktober im Kopf, sollte nicht sein.
      Das Womo ist noch nicht vollständig wieder hergestellt, trotz Reparatur, müssen es in D noch einmal kontrollieren lassen. Wir haben noch eine Woche bis Baltimore zur Verschiffung.
      Über ein Treffen in Hamburg können wir gern nachdenken, es wird aber erst Ende August erfolgen können. Termin wann wir das WoMo abholen können, wissen wir noch nicht.
      Bis dahin haben wir bestimmt noch einmal Kontakt, bleibt auch ihr gesund und munter,
      bis bald Volkmar und Petra

  2. Hallo ihr Beiden
    Viele Gruesse aus der Pfalz senden Euch Bernd mit der ganzen Familie.
    Entschuldigt dass ich so lange nichts hab hören lassen, aber mein Schwiegervater liegt seit drei Wochen im Krankenhaus und die Besucherei dort ist auf Grund Corona nicht so einfach und meine Schwiegermutter will mit 84 nicht selbst in „fremd Regionen“ Autofahren.
    Gefreut hab ich mich über die tollen Bilder aus den NP’s, entsetzt bin ich über euer Pech mit eurem Wohnmobil.
    Ich hoffe ihr kriegt die Ersatzteile bald, sodass ihr weiter kommt.
    Helfen kann man euch von hier aus nicht, oder?
    Ich könnte Dir einen 17er Ringschlüssel schicken, gehe aber davon aus, dass Du einen dabei hast.
    Aber wie ich dich kenne Volkmar, gibt es keine technischen Probleme für dich, die nicht lösbar sind.
    In Erwartung einer positiven Reparaturmeldung verbleibe ich in der Hoffnung das ihr gesund seit – bei uns ist alles ok- mit besten Wünschen für euch Beide Euer optischer Mitfahrer Bernd.
    PS: In Österreich ist auch alles OK und falls sich die Lage in den nächsten Tagen mit meinem Schwiegervater entspannt, fahre mal runter.

    1. Hallo Babs, hallo Bernd
      Schön von Euch zu hörn, ihr müsst euch aber nicht entschuldigen.
      Wir wünschen dem Vater – Schwiegervater alles Gute, schnelle Genesung.
      Schön, wenn Ihr immer neugierig bleibt, dafür machen wir die Beiträge.
      Nach 2 Wochen Stopp haben wir unsere Ersatzteile bekommen und die Reparatur ist heute (Dienstag) erfolgt.
      Nun kann es weiter des Weges gehen, leider ist uns ein zweites mal das Ziel Alaska nicht möglich, die Grenze USA-Kanada ist weiterhin bis 21.07. gesperrt, deshalb wäre eine Öffnung danach für unseren geplanten Weg leider zu spät.
      Kein Alaska, kein Kanada von West nach Ost, kein Indian Summer, keine geplante Tour bis Ende Oktober, dafür nun bis Anfang August eine Tour im Norden der USA von West nach Ost und Anfang August müssen wir von Baltimor unser WoMo nach D verschiffen. Nach einem Jahr müssen wir das Fahrzeug wieder ausgeführt haben, da wir nicht nach Kanada kommen, haben wir keine andere Möglichkeit.
      Viele liebe Grüße an alle in der Familie und natürlich auch nach Österreich, wir sehen uns hoffentlich vor der nächsten Skisaison, daran arbeiten wir!
      GLG Petra & Volkmar

  3. Hallo ihr lieben Weltenbummler! Ich hoffe es geht euch gut und ihr genießt jeden Moment den euch diese phantastische Reise beschert.Diese wunderschönen Bilder bestätigen mich in dem Vorhaben eine ähnliche Unternehmung zu machen. Drücke euch die Daumen für die Reparatur und eine wundervolle Weiterreise!
    Alles Liebe,
    Katharina

    1. Hallo Katharina
      Schön von dir zu hören.
      Natürlich geht es uns gut, wir genießen auch wirklich jeden Moment den uns unser Weg bereithält.
      Aber durch Aufgaben, welche dann immer wieder anstehen (Reparatur) ist man auch immer wieder schnell etwas im Stress.
      Jede gelöste Aufgabe macht aber auch stolz und voller Neugierde geht es dann weiter des Weges. Der Weg ist das Ziel.
      Die Reparatur scheint gelungen, nach 2 Wochen Stop geht es nun endlich weiter.
      Immer schön neugierig bleiben, neue Blogbeiträge werden kommen.
      In diesem Sinne, LG Petra & Volkmar

  4. Hallo Volkmar und Petra, es sind wieder phantastische Aufnahmen, die Ihr zeigt.Bin immer wieder hin und weg. Manchmal sieht es schon gefährlich aus. Ich wünsche viel Erfolg bei der Reperatur des Wobo.
    Bleibt gesund und weiterhin viel Eindrücke auf der weiteren Tour. LG Sigrid

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