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♦04.07.2019 – 13.07.2019♦ Wandern in Liechtenstein und der Schweiz

04.07.2019

Kurzentschlossen geht es noch mal für ein paar Tage zum Wandern in die Schweiz.

Wir haben uns für eine Runde über Liechtenstein, ins Appenzeller Land, Graubünden und zu einem Kurzbesuch bei Urlaubsbekannten in Uster bei Zürich entschieden.

Auf dem Rückweg werden wir noch einen Stopp in Schwägalp in der Nähe von Appenzell/St. Gallen einlegen, bevor es am Samstag, dem 13.07. wieder nach Hause geht.

Danach werden wir die letzten Dinge für unsere anstehende Tour auf die Panamericana organisieren. Das WoMo muß noch mal in die Werkstatt für einen letzten Check, Erstzteile und Dinge die für die lange Reise benötigt werden müssen besorgt werden, das Interview für das USA Visa steht an und dann wird das WoMo gepackt.

Mitte August geht es Richtung Hamburg zur Verschiffung, welche Stand Heute am 09.09. sein soll.

 

Am ersten Tag wird aber noch in Kressbronn am Bodensee Station gemacht. Nach einer kleineren Wanderung entspannen wir in einem sehr gemütlichen Biergarten Namens Dorfkrug. Hier kann man auch mit dem Mobil über Nacht parken, für € 20,-, was wir aber nicht genutzt haben.

Wetter: 30° wolkenlos

05.07.2019

Heute ging es weiter Richtung Liechtenstein.

Nach einer schönen Fahrt über eine Serpentinenstraße, welche Petra so sehr nicht mag, wie ich sie liebe, ging es bis auf 1600m nach Malbun.

Hier entspannten wir bei einer kleinen Wanderung Malbun-Sass-Malbun.

Der Abend wurde bei schönstem Wetter vor dem WoMo verbracht.

Wetter: 28° wolkenlos

06.07.2019

Heute stand die Rundwanderung auf dem „Fürstin-Gina-Weg“ auf dem Plan.

Diese sollte uns von unserem Stellplatz in Malbun über die Bergstation Sareiserjoch, weiter über den Grad zum Augstenberg führen. Der Rückweg ging über die Pfälzerhütte und durchs Tälihöhi zurück nach Malbun.

Es kam aber leider etwas anders wie geplant.

An der Friedenskirche entschieden wir uns für einen Weg zur Bergstation, welcher nach paar hundert Metern endete. Hier waren Einheimische beim Steine sammeln und sagten uns es wäre kein Problem im freien Gelände weiter zu gehen, weiter oben sollten wir rechter Hand wieder den Weg finden.

Also ging es im freien recht steilen Gelände weiter. Es wurde zunehmend schwieriger, Weg haben wir leider keinen gefunden. Es kam die Stelle, wo wir uns für den Rückweg entschieden, bevor es noch schwieriger wird.

Aber auch der Rückweg hatte es in sich. Wie man so schön sagt, hoch ist immer leichter wie wieder zurück!

Petra hat schon sehr kämpfen müssen um Unfallfrei wieder nach unten zu kommen. Aber auch für mich war es schon grenzwertig!

Die Leute waren noch beim Steine sammeln und wurden von mir erst mal im Spaß zur Rede gestellt, soll heißen, antreten zum Abwatschen. Wie kann man uns da hoch schicken, na ja, passiert ist Gott sei Dank nichts und nach einem kurzen Gespräch ging es auf dem alternativen Weg weiter.

Allerdings war Petra mit ihren Kräften am Ende von dem wirklich schwierigen Abstieg, dass sie meinte nun nicht mehr für die Runde fit zu sein. Sie zog es vor im Tal zu bleiben um sich zu erholen!

Alleine machte ich mich nun mit 2 Stunden Verspätung auf den Weg.

Bis zu Bergstation Sareiserjoch war es ein gut begehbarer Schotterweg. Immer ansteigend, aber das ist nun mal so in den Bergen.

Nun ging es auf den Fürstin-Gina-Weg, ein super Gratweg, zum Augstenberg, dem höchsten Punkt der Wanderung auf 2359m. Ein herrlicher Panoramablick entschädigte mich für die Aufstiegsmühen.

 

Nach einer Rast und dem Genießen des Panoramas ging es weiter zur Pfälzerhütte.

Der Gratweg zum Augstenberg war schön, aber nun wurde es noch besser. Der Gratweg zur Pfälzerhütte ist sehr anspruchsvoll, passagenweise steil und an ausgesetzten Stellen mit Seilen gesichert.

Gut an der Hütte angekommen hat das Bier super geschmeckt. Leider alleine, Petra habe ich ja im Tal zurück gelassen.

Das Wetter hat sich etwas verschlechtert und für den Abend war ein Gewitter gemeldet, also machte ich mich auf die letzte Etappe des Rückweges. Es ging den Weg Tälihöhi über wunderschöne Almwiesen zurück nach Malbun.

Das gemeldete Gewitter war schneller da wie man es hätte erwarten können. So bin ich auf den letzten Kilometern noch gezwungen die Regenjacke über zu ziehen. Im Ort angekommen, regnete es dann heftig und ich habe eine Pause beim 85-jährigen Feuerwehrfest gemacht, welches im Ort gefeiert wurde.

Da ich über die gesamte Wanderung keinen Handy Empfang hatte, WhatsApp, welche ich Petra geschickt habe sind nicht gesendet wurden, machte ich mich aber bald auf den Weg zurück zum WoMo.

Petra machte sich schon Sorgen.

Ich erzählte ihr wie wunderschön die Runde war und dass es wohl gut war, dass sie nicht mit gegangen ist. Sie mag ja gerne Wandern, aber nur nicht so gerne Bergauf.

Diese Wanderung setzte aber gute Fitness, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraus!

Wetter: Vormittags 26° heiter, Nachmittags bedeckt, Abends Gewitter

07.07.2019

Frisch gestärkt machen wir uns auf den Weg. Das Ziel ist heute die Taminaschlucht.

In Bad Ragaz wollten wir uns in der Tourist Info noch mit Kartenmaterial versorgen. Aber heute ist Sonntag, also weiter auf gut Glück.

Hinter Pfäfers fanden wir einen Infoparkplatz, welcher ideal war für den Einstieg in die Taminaschlucht. Leider war das Wetter heute etwas unbeständig, so das wir immer wieder mal etwas Regen ab bekamen.

Sehr steil und teilweise über Treppen ging es hinab in die Schlucht. Auf einem schönen Weg in selbiger und über die Naturbrücke kamen wir zum „Alten Bad Pfäfers“. Das älteste erhaltene Barockbad der Schweiz.

   

Hier entspringt das 36,5° warme Thermalwasser, welches Bad Ragaz weltberühmt gemacht hat!

Über einen Stollen gelangt man zur Taminaquelle. Keiner kennt wirklich die Herkunft des Wassers, aber Millionen von Litern strömen täglich aus der Quelle.

Zurück ging es weiter durch die Schlucht nach Bad Ragaz und von da aus mit dem Postbus wieder zu unserem WoMo.

Wetter: 20° teilweise Regen

08.07.2019

Heute wird weniger gewandert. Es geht in die Rheinschlucht Ruinaulta, auch der Gran Canyon der Schweiz genannt.

Wir fahren mehrere Aussichtspunkte an und bestaunen die Natur.

 

Am Nachmittag Fahren wir noch Richtung Viamala und finden einen Parkplatz bei Rania. Der ideale Einstieg in die Viamala-Schlucht. Da werden wir morgen schön wandern gehen.

Wetter: 20° bedeckt

09.07.2019

Wie geplant, geht es heute in die Viamala-Schlucht. Über wunderschöne Wege, hoch und runter, geht es am Hinterrhein entlang zum Besucherzentrum.

Immer wieder gibt es neue wunderschöne Panoramablicke und man bestaunt das Zusammenspiel zwischen Wasser und Felsen!

In der Viamala selber ist man einfach nur überwältigt was Wasser für eine Gewalt entfacht und welche Kunstwerke im Laufe der Zeit entstehen können. Seien es Strudeltöpfe oder tiefe Einschnitte in die Felsenstruktur.

Weiter ging unsere Wanderung auf dem Via Spluga zur Traversinersteg II, einer wunderschönen Hängebrückenkonstruktion, man kann auch schon sagen, es ist eine Treppe.


Von da ging es wieder zurück nach Rania. Wir wollten noch etwas weiter fahren und die Rofflaschlucht besuchen.

Auch hier sind wir wieder überwältigt, was Wasser anstellen kann.

Aber nichts geht ohne den Fleiß und das Arrangement der Leute.

Seit Generationen gibt es das Gasthaus in der Rofflaschlucht. Mit dem Bau der Gotthardeisenbahn und deren Eröffnung 1882 sind die Säumer, Reisenden und Fuhrleute ausgeblieben und den Besitzern blieb nichts weiter übrig, wie nach Amerika auszuwandern.

Dort, inspiriert durch einen Besuch der Niagara-Wasserfälle, beschloss die Familie Christian Pitschen Melchior zurückzukehren und den Wasserfall in der Rofflaschlucht als Sehenswürdigkeit für Touristen zu erschließen.

Dank Ausdauer, Fleiß und 8000 Sprengladungen von 1907 – 1914 führt heute seine Felsengalerie vom Haus zum Wasserfall und unter dem Rhein hindurch.

Wetter: 20° -25° teilweise bewölkt, ab Mittag Sonnenschein

10.07.2019

Heute ging es Richtung Walensee. Fürs Erste erst mal raus aus den Bergen. Aber wir wählten die Strecke von Thusis durch die Schinschlucht nach Tiefencastel und dann weiter Lenzerheide, Chur, Bad Ragaz, Walensee. Immer schön gemütlich auf der Landstraße entlang, das war eine entspannte und landschaftlich schöne Fahrt.

Nachdem wir den Walensee, seine beeindruckende Wasserfarbe und das Panorama genossen haben, ging es noch einmal Richtung Berge. Über Glarus durch das Serftal nach Elm, mit Blick auf die Glarner Alpen.

Die anstehende Wanderung von Elm über die Bergstation Ämpächli und wieder nach Elm habe ich alleine gemacht, da Petra sich im Tal aufhalten wollte.

Von der Bergstation kann man über eine 4km lange Strecke mit einem Mountaincart, einer Mischung zwischen Gokart und Rodel, oder einem Monsterroller ins Tal fahren.

Ich zog es aber vor die Runde zu laufen.

Wieder zurück wurde der Abend bei bestem Wetter vor dem WoMo verbracht.

Wetter: 24° heiter

11.07.2019

Heute haben wir einen Besuch bei unseren Bekannten in Uster (bei Zürich) geplant.

Aber vorher besuchen wir noch ein Schweizer Unesco Welterbe. Im Sernftal überschreitet man an einer Schwelle das Teritorium zur Lochsite. Im Welterbe Tektonikarena Sardona wird man Zeuge der sehr anschaulich zu betrachtenden Gebirgsbildung. Nach einem kurzen Stop ging es weiter nach Uster. Doris und Werner erwarteten uns schon.

Es war ein herzlicher Empfang nach unserem Wiedersehen in der Südsee vor einem Jahr. Wir besuchten gemeinsam Zürich. Doris und Werner waren die perfekten Stadtführer. Auch hatten wir sehr viel über die erlebten und noch bevorstehenden Reisen zu erzählen. Ein schöner schöner Tag endete bei Doris und Werner.

Gut das es Freunde gibt. Wir werden uns wiedersehen und ständig über das www viel zu berichten haben.

Der Stellplatz war perfekt organisiert, direkt vor der Tiefgarage Ihres Hauses durften wir parken.

Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es für uns weiter. Leider ist die Zeit bemessen. Die Heimat ruft. Für alles, euch beiden noch mal ganz herzlichen Dank!

Wetter: 20° teilweise Regen

12.07.2019

Zuvor zieht es uns aber noch einmal in die Bergwelt. Jetzt stehen wir an der Schwägalm, nahe Appenzell. Das Wetter zeigt sich leider nicht von seiner schönsten Seite und bietet uns Paroli.

Trotzdem unternehmen wir eine 2,5 Stunden Wanderung und erwischen noch etwas Sonnenschein.

Wir stehen hier an der Passhöhe und sind happy einen Stellplatz gefunden zu haben. Wir bleiben noch eine zweite Nacht, Volkmar will morgen den Säntis erklimmen – 3,5 Stunden, 1200 Höhenmeter, teilweise anspruchsvoller Wanderweg bergauf und zurück – ohne mich!

 

Wetter: 18° teilweise Regen

13.07.2019

Es sollte nicht sein. Leider hat das Wetter nicht mit gespielt! Auf Grund tief hängender Wolken machte es keinen Sinn den Säntis zu besteigen. Schweren Herzens lies ich von dem Vorhaben ab.

Etwas Trost fand ich in der Schaukäserei. Auch das ist interessant, zu sehen wie denn so ein Käselaib entsteht.

Gegen Mittag entschieden wir uns weiter zu fahren, nach Appenzell. In Brülisau fanden wir an der Seilbahn Hoher Kasten einen Platz für die Nacht. Eine Wanderung führte uns zum Sämtisersee mit Einkehrschwung im Berggasthaus Plattenbödeli.

Wetter: 21° wechselhaft bewölkt

14.07.2019

Es gibt doch so viel schöne Hotspots im Schweizer Ländli. Deshalb sind wir nicht direkt nach Hause gefahren, sonder haben noch einen Stop in Wasserauen eingelegt.

Für Petra gab es eine gemütliche Wanderung zum und um den Seealbsee.

Ich habe meinen Tatendrang noch einmal mit einer schönen Wanderung, hoch zum Berggasthaus Äscher-Wildkirchli befriedigen können. 800 Meter ging es relativ steil bergan. Eine Berghütte wie man sie nur selten findet. Wunderschön, fast abenteuerlich in den Felsen gebaut.

Von hier aus kann man noch die Kapelle Wildkirchli besuchen und kommt durch die Wildkirchlihöhle zur Bergstation der der Seilbahn Ebenalp.

Alles hat ein Ende, nun geht es wieder Richtung Heimat, auch da wartet noch etwas Arbeit auf uns. Also ab Richtung Freihalden.

Wetter: 22° Heiter

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